Moderne Technik bietet die Möglichkeit, die Energiekosten für die eigenen vier Wände drastisch zu reduzieren. Denn hocheffiziente Systeme machen erneuerbare Energien für den privaten Haushalt ganzjährig nutzbar. Durch Wärmepumpen, Lüftungssysteme mit Wärmerückgewinnung und Solaranlagen, die in der Umwelt vorhandene Energie gewinnen und für Heizung und Warmwasserbereitung nutzen. Mit uns haben Sie Anschluss an den saubersten, preiswertesten und krisensichersten Energielieferanten der Welt: an die Natur.
Wie funktioniert die Wärmepumpe überhaupt?
Vereinfacht gesagt: Wie eine Klimaanlage oder ein Kühlschrank. Die Hauptaggregate einer Wärmepumpe sind: die beiden Wärmetauscher (Kondensator und Verdampfer), der Verdichter und das Entspannungsventil. Der aus diesen Komponenten bestehende Kältekreis ist mit einem Medium, dem Kältemittel befüllt. Der Kältekreis erzeugt -wie der Name schon sagt- Kälte, damit Wärme aus der Umwelt am Verdampfer aufgenommen werden kann. Auf der anderen Seite des Kreislaufs (Kondensator) gibt das Kältemittel diese Wärme an die Heizung ab, nachdem der Verdichter es auf Heiztemperaturniveau "gepumpt" hat. Das Entspannungsventil mindert den Druck des Kältemittels, das sich dadurch abkühlt. Der Kreislauf beginnt von vorn.
Ist die Wärmepumpe nicht eine verkappte Stromheizung?
Jede Heizung ist auf Strom angewiesen. Fällt die Spannung aus, dreht sich auch bei Ölkesseln und Gasthermen kein Rad mehr. Die Wärmepumpe nutzt Strom zum Antrieb des Verdichters, der die gewonnene Umweltwärme nutzbar macht. Allerdings macht der Strom, der den Verdichter und Sole-, Grundwasserpumpe oder Ventilatoren zur Umwälzung der Wärmequellenkreise antreibt, bei effizienten Wärmepumpen mit einer Jahresarbeitszahl von 4,0 lediglich ein Viertel der gewonnenen Heizwärme aus. Zudem wird der Strom Dank des Einsatzes erneuerbarer Energiequellen auch immer sauberer. Trotz allem ist auch heute schon die Umweltbilanz der Wärmepumpe längst deutlich besser als die von konventionellen Wärmeerzeugern.
Wieviel kostet eine Wärmepumpe?
Der unterschiedlichen Stromkosten hängen von der Jahresarbeitszahl der Anlage ab. Feldtests haben gezeigt, dass die JAZ fehlerfrei gebauter erdgekoppelter Anlagen bei rund 4 liegen, bei Luft/Wasser-Wärmepumpen in der Regel bei 3,0 bis 3,3.
Wenn diese Zahlen ermittelt sind, ist die Rechnung einfach: Nimmt man beispielsweise für ein neues Einfamilienhaus einen Wärmebedarf von 15.000 kWh an, muss man für die Sole-Wasser-WP (JAZ z.B. 4,0) 15.000/4=3.750 kWh Strom einkaufen; für die Luft-Wasser-WP (JAZ z.B. 3,0) 15.000/3=5.000 kWh Strom. Die errechneten kWh multipliziert man mit dem Arbeitspreis seines Stromvertrages (ca. 12 ct/kWh) und erhält eine Stromkostendifferenz von 150,00 EUR/a. Genauso einfach kann man sich anhand des Wärmeverbrauchs und der Öl- und Gaspreise ausrechnen, wie viel teurer der jährliche Bedarf an fossilen Energieträgern wäre.
Welche Wärmequelle soll ich wählen?
Diese Frage ist ohne Kenntnis der speziellen Vor-Ort-Verhältnisse nicht ohne Weiteres zu beantworten. Generell jedoch gilt: Eine Wärmequelle mit ganzjährig nahezu konstanter Temperatur (Grundwasser und Erdwärmesonde) gewährleistet einen besonders effektiven Betrieb der Wärmepumpe und ein preiswertes Heizen. Andererseits hat die Wärmequelle Luft auch ihren Charme, wenn man eine Vollkostenrechnung anstellt. Der etwas weniger effektive Betrieb gegenüber erdgekoppelten Wärmepumpen wird unter Umständen durch vermiedene Investitionskosten wettgemacht, denn es entfällt die Erschließung der Wärmequelle. Ein Mittelweg stellt ein Horizontalkollektor dar. Hier kann bei der Erschließung der Erde als Wärmequelle selbst Hand angelegt werden, das spart Geld. Allerdings braucht man ein großes Grundstück: Die Kollektorfläche entspricht in etwa dem Doppelten der zu beheizenden Fläche. Eine Rolle spielen auch die geologischen Verhältnisse vor Ort sowie persönliche Wünsche und Bedürfnisse, wie wenn beispielsweise ein bereits angelegter Garten geschont werden soll. Unser Tipp: Lassen Sie sich von einem erfahrenen Wärmepumpen-Fachmann beraten.
Wird die Anschaffung einer Wärmepumpe gefördert?
Ja. Der Bund fördert die Wärmepumpe und die Bundesländer haben verschiedene Förderungen aufgelegt. Auch einige Energieversorger versüßen ihren Kunden die Anschaffung einer Wärmepumpe einerseits mit Zuschüssen und andererseits mit speziellen günstigen Wärmepumpentarifen. Eine Übersicht über mögliche Förderungen finden Sie bei den für Fördermittel zuständigen Stellen Ihres Bundeslandes sowie bei Ihrem Energieversorger.
Die Wärmepumpe genehmigen lassen?
Wird Luft als Wärmequelle genutzt, ist eine Genehmigung für die Wärmepumpe nicht erforderlich. Das Wasserhaushaltgesetz (WHG) schreibt für Erdwärmeanlagen dagegen eine wasserrechtliche Erlaubnis vor, die bei der Unteren Wasserbehörde des Kreises beantragt werden muss. Einige Ämter verlangen nur eine Bohrungsanzeige und in einigen Bundesländern sind für kleine Anlagen vereinfachte Verfahren möglich. Verantwortlich für die Einholung einer Erlaubnis ist grundsätzlich der Grundstückseigner. Die Anträge sollten vom Bohrunternehmer bzw. von dem mit dem Bau der Anlage beauftragten Planer in Zusammenarbeit mit dem Grundstückseigner gestellt werden. Lassen Sie sich vor Auftragserteilung auf jeden Fall immer vertraglich zusichern, dass das beauftragte Unternehmen Ihnen die erforderliche (wasserrechtliche) Genehmigung beschafft, so dass Sie diese nur noch unterzeichnen müssen.
Erdwärme ist laut Bundesberggesetz (BBergG) ein „bergfreier Bodenschatz", dessen Nutzung vom Staat konzessioniert wird. Wenn Erdwärme unter einem Grundstück für die Nutzung auf dem gleichem Grundstück gewonnen wird, regelt §4 BBergG eine Ausnahme: Nur ab einer Bohrtiefe von über 100 m müssen die Bergbehörden wegen einer Genehmigung der tiefen Bohrung eingeschaltet werden. Bergrechtliche Verfahren sind ansonsten nur erforderlich, wenn die Nutzung z. B. bei größeren Anlagen die Grundstücksgrenzen überschreitet.
Worauf muss ich bei der Anschaffung einer Wärmepumpe achten?
Damit eine Wärmepumpe effizient arbeitet, muss sie genau an den Einzelfall angepasst sein. Die Größe des Hauses, die Wärmedämmung, das Heizungssystem und die Heizgewohnheiten der Bewohner spielen dabei ebenso eine Rolle wie die nutzbaren Wärmequellen. Soll die Wärmepumpe auch für die Kühlung oder beispielsweise zur Beheizung eines Swimming Pools verwendet werden, sollte auch das schon bei der Planung berücksichtigt werden. Für eine professionelle Planung und Regelung der Anlage - wichtig für einen störungsfreien Betrieb und geringe Stromkosten - sollte man erfahrene Fachhandwerker oder Planer beauftragen. Vertrauen Sie einem erfahrenen Wärmepumpenfachbetrieb. Wählen Sie möglichst einen Fachmann, der zertifiziert ist. Nachfolgend einige weitere Tipps zum Wärmepumpen-Kauf:
- Lassen Sie nach Möglichkeit alles (Wärmequelle, Wärmepumpe, Heizkreise) aus einer Hand planen. Die Wärmepumpenanlage ist ein sensibler Mechanismus, der nur dann gut funktioniert, wenn alle Komponenten aufeinander abgestimmt sind.
- Achten Sie auf die Aufstellung einer Luft/Wasser-Wärmepumpe: Stellen Sie eine außen aufgestellte Maschine möglichst nicht in den Eingangsbereich oder andere gut sichtbare Grundstücksteile oder gar an die direkte Grundstücksgrenze - da ist Ärger mit den Nachbarn vorprogrammiert. Auch in unmittelbarer Nähe der Ruheräume könnte das leise Brummen auf Dauer stören. Bei innen aufgestellten Wärmepumpen sollten Sie darauf achten, dass die Luft nicht direkt an Ihrem Schlafzimmerfenster vorbei geblasen wird.
- Planen Sie die Heizkreise mit hohem Volumenstrom und niedriger Vorlauftemperatur (vorzugsweise Fußbodenheizung). Begrenzen Sie die Spreizung - also den Temperaturunterschied - zwischen Vor- und Rücklauf auf 5 bis10 Kelvin.
- Holen Sie sich mehrere Angebote ein, um einen guten Preis zu erzielen. Aber Vorsicht: Sparen Sie nicht am falschen Ende. Erfahrene Wärmepumpeninstallateure und qualitiativ hochwertige Technik haben zwar ihren Preis, der aber in den meisten Fällen sind sie ihr Geld auch wert. Investitionen in effizientere Anlagen rechnen sich in der Regel über den geringeren Verbrauch während der 20 bis 25 Jahre Laufzeit.
- Lassen Sie sich vom Anbieter Referenzobjekte benennen und sprechen Sie mit den Betreibern.
- Achten Sie auf eine Wärmepumpe mit D-A-CH-Gütesiegel. Diese haben in anerkannten Testzentren bestimmte Mindest-COPs nachgewiesen.
- Sprechen Sie mit Ihrem Energieversorger über die günstigsten Tarife und Förderungen. Oft beinhalten die Sonderpreise Abschaltungen zu Spitzenzeiten. Unter Umständen muss die Wärmepumpenanlage dafür separat ausgelegt werden.
- Nehmen Sie eine Bundes- oder Landesförderung in Anspruch, sollten Sie schon vor dem Kauf abklären, ob und in welchem Umfang die Anlage gefördert werden kann. Ermitteln Sie in Förderdatenbanken, welche Förderungen für Sie in Betracht kommt, und lassen Sie sich von Ihrem Installateur beraten, ob Ihre Anlage die entsprechenden Bedingungen erfüllt.
- Erkundigen Sie sich bei Ihrem Fachunternehmen, welche Genehmigungen für Ihre geplante Erdwärme-Anlage notwendig sind, wie die Genehmigungspraxis vor Ort gehandhabt wird sowie über mögliche Einschränkungen. Lassen Sie sich die Einholung der Genehmigungen durch Ihr Fachunternehmen vertraglich zusichern.
Ist die Wärmepumpe wartungsfrei?
Prinzipiell ja. Eine Pflichtwartung wie bei konventionellen Kesseln gibt es nicht; auch Abgasmessungen und Schornsteinreinigung entfällt. Es ist allerdings empfehlenswert, den Installateur regelmäßig (alle 1-2 Jahre) unter die "Haube" sehen zu lassen, um durch Messung von relevanten Drücken und Temperaturen sowie einer Sichtkontrolle Schäden vorzubeugen.
Die Heizenergie- und Betriebskosten einer Wärmepumpe sind äußert niedrig. Moderne Wärmepumpen heizen sehr effizient, bereiten Warmwasser und manche Modelle können lüften und kühlen. So viel Energie wie nötig. So wenig Kosten wie möglich. Eine moderne Wärmepumpen-Heizung ist exakt an Ihren tatsächlichen Wärmebedarf anpassbar. Sie zahlen also künftig nur noch die Energie, die Sie auch wirklich brauchen.
Die Kosten der Wärmepumpe sind gut kalkulierbar
Öl und Gas unterliegen starken Preisschwankungen Der weltweit wachsende Energiebedarf und der Handel an der Börse mit Energie treiben die Preise für Erdgas, Kohle, Öl und Strom in die Höhe.
100%ige Unabhängigkeit von Gas und Öl durch die Wärmepumpe
Zum Glück betreffen Strompreiserhöhungen die Wärmepumpe nur zu einem geringen Teil, weil sie mit viel kostenloser Sonnenenergie aus der Umwelt heizt. Mit einer Wärmepumpe werden Sie deshalb unabhängig von Öl und Gas. Bei einer Wärmepumpen-Heizung spendiert die Sonne durch die gespeicherte Wärme in Luft, Wasser oder Erde bis zu 80 Prozent der erforderlichen Energie zum Heizen und für die Brauchwarmwasserbereitung und diese Umweltwärme steht nahezu unbegrenzt zur Verfügung.